Motorrad-Kaufvertrag

Kaufverträge für Motorräder können schnell zustande kommen. Nehmen Sie sich aber ein wenig Zeit und beschäftigen Sie sich mit dem Thema um bei einem Motorradkauf oder Verkauf auf der Sicheren Seite zu sein.


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Wie einigen Motorrad-Besitzern vielleicht bekannt ist, kommen Verträge durch Willenserklärungen der beiden Vertragsparteien zustanden. Das heißt es bedarf nicht unbedingt einer schriftlichen Form damit ein Motorrad den Besitzer wechselt. Ein Vertrag kann somit auf verschiedenen Wegen geschlossen werden:

  • schriftlich
  • online über Applikationen oder Webseiten
  • per eMail
  • telefonisch
  • mündlich

Gerade im Internetzeitalter ist vielen Menschen nicht wirklich Bewusst wann der Kaufvertrag für sein Zweirad eigentlich zustande gekommen ist. Es ist somit durchaus möglich, dass aus einer normalen e-Mail Korrespondenz oder einem Telefonat bereits ein rechtsgültiger Kaufvertrag entsteht. Vorausgesetzt es lassen sich daraus ein konkretes Angebot des Verkäufers und eine Angebots-Annahme des Käufers ableiten. Wie aber so oft sind einige Möglichkeiten einen Vertrag zu schließen besser und von anderen ist abzuraten. Grundsätzlich ist aber jeder Vertrag einzuhalten, unabhängig auf welchem Wege er geschlossen wurde. Leider kommt es immer noch allzu häufig vor, dass man hört “ Ich habe doch nichts unterschrieben”. So eine Denkweise kann schnell zum Verhängnis werden.

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Marke
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Modell

Modell Die umgangssprachliche Handelsbezeichnung ( z.B. CBR 600F, R 1200GS oder XL 1200 Sportster). Falls Sie diese nicht kennen, schauen Sie in die Zulassungsbescheinigung Teil I Feld D3 oder die Bedienungsanleitung

Modell help_outline

Allgemeiner Zustand


Neuwertiger Zustand
Keine Mängel, Beschädigungen oder Gebrauchsspuren an der Optik und an der Technik.

Ein Fahrzeug, auf das man begeistert zugeht und bei dem man auch bei sehr genauer Prüfung keine Mikrokratzer oder andere Abnutzungserscheinungen feststellen kann. Die Basis für diese Bewertung ist der Zustand bei Erstauslieferung, d.h. der ehemalige Neuzustand des entsprechenden Herstellers.
Sehr gut
Mängelfrei, aber mit minimalen Gebrauchsspuren. Technisch und optisch einwandfrei mit sehr geringen Verschleiß, die man nur bei genauem Prüfen erkennen kann.

Ein Fahrzeug, auf das man begeistert zugeht, aber an dem man nur bei näherer Betrachtung ganz leichte Gebrauchsspuren finden kann. Diese minimalen Gebrauchsspuren sollten sich in der nachvollziehbaren, geringen Gesamtlaufleistung widerspiegeln. Entsprechend niedrig ist auch der Verschleißgrad der Technik.
Leichte Gebrauchsspuren
Fahrzeuge ohne größere optische Mängel, aber mit Gebrauchsspuren wie z.B. Mikro- Kratzern im Lack oder leichtem Abrieb an Sitzflächen oder Gummiteilen.

Ein Fahrzeug, auf das man zugeht und bei näherer Betrachtung unschwer Gebrauchsspuren und diverse kleinere Mängel erkennt. Die Gebrauchsspuren und Mängel sollten sich in der nachvollziehbaren Gesamtlaufleistung widerspiegeln.
Pflegebedürftig
Das Fahrzeug hat schon deutliche Abnutzungserscheinungen, stärkere Gebrauchsspuren oder leichte optische Schäden. Unter Umständen auch Korrosions- und Lackmängel durch Witterungsverhältnisse.

Ein Fahrzeug, auf das man zugeht und bei dem diverse Mängel aus der Entfernung erkennbar sind. Eine nähere Inaugenscheinnahme zeigt weitere Verschleißspuren
Mangelhaft
Fahrzeuge in schlechtem Gesamtzustand. Umfangreiche optische Mängel sind aus der Entfernung selbst für Laien unschwer zu erkenne. Fahrzeuge, die nicht zwingend komplett sind.

Ein Fahrzeug, bei dem selbst der Laie sofort deutliche Mängel und/oder Fehlteile erkennt.
Verunfallt / beschädigt
Nicht fahrbereite Motorräder, die durch Unfälle oder technische Schäden wie z.B. Motorschäden oder andere Defekte nicht mehr nutzbar sind. Im weiteren Sinne gehören auch Schrott bzw. Bastlerfahrzeug zur Ersatzteilgewinnung sowie wirtschaftliche Totalschäden dazu. (Fahrzeuge bei denen eine Aufbereitung bzw. Reparatur unwirtschaftlich ist)

Allgemeiner Zustand help_outline
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Vertrag ist für schlechte Zeiten nicht für Gute

Ist ein Käufer mit dem gekauften Motorrad zufrieden ist es ziemlich egal wie der Vertrag entstanden ist. Unbequem wird es, wenn es zu Problemen kommt und eine der beiden Vertragsparteien mit der Transaktion unzufrieden ist. Spätestens dann stellt sich heraus, dass es relevant ist, auf die wichtigsten vereinbarten Eckpunkte in Form von

  • handgeschriebene Dokumenten
  • gespeicherte e-Mails
  • aufgenommenen Telefonaten
  • Faxen

zurückgreifen zu können um bestimmte Vereinbarungen, Fahrzeugeigenschaften und Zusicherung auch nachweisen zu können. Gerade bei mündlich geschlossen Verträgen wird es dann sehr schwierig sein Recht zu bekommen.Da in der Regel Aussage gegen Aussage stehen und wir bei einem Motorrad meistens über größere Geldbeträge sprechen, ist von mündlich geschlossenen Verträgen abzuraten. Momentan scheint noch der altbewährte, schriftliche Kaufvertrag die beste Lösung zu sein.


Ob es sich aber in Zukunft nicht allmählich ändern wird ist dahingestellt. Alle Angaben können mittlerweile elektronisch übermittelt werden und beliebig lang gespeichert werden. Die meisten Motorradhersteller vernetzen sich immer Stärker und übermitteln Wartungs-Historien in Clouds auf die von jedem Ort auf der Welt zugegriffen werden kann. Über eine Speicherung von Unfällen in einem zentralen Register wie es z.B. in England der Fall ist, kann auch manchmal gelesen werden. Auf einem Bildschirm unterschreiben ist für die meisten Deutschen nichts unübliches und die fortschreitende Abschaffung des Bargeldes könnte auch einen Teil zur Verdrängung der Verträge in Papierform beitragen. Wieso also nicht: Fahrzeugdokumente und Bilder per WhatsApp austauschen, Wartungshistorie sowie Unfälle online checken und das Motorrad per Blitzüberweisung bezahlen. Eine App fügt alles in eine Datei zusammen und nimmt vielleicht noch biometrischen Daten auf. Es wäre sogar denkbar, dass alle relevanten Vertragsdaten im Fahrzeug gespeichert sind. Diese bilden dann eine Vertragsgrundlage und müssen nicht handschriftlich aufgenommen werden.

Soweit ist es aber leider noch nicht, so dass die meisten Motorräder durch einen konservativen Kaufvertrag in Papierform den Besitzer wechseln.

Was beinhaltet ein guter Kaufvertrag für ein Motorrad

Es gibt im Internet eine Vielzahl weiterer Vorlagen, die sich jedermann kostenlos herunterladen kann . Achten Sie aber auf die wichtigsten Inhalte:

  • Angaben zum Käufer und Verkäufer
  • Die Ware, in diesem Fall das Motorrad sollten eindeutig benannt sein. Mit Angabe der Marke, dem Modell und der Fahrgestellnummer ist das Minimum erfüllt. Beliebige weitere Angaben wie z.B. der Hubraum, Farbe usw. können natürlich auch mit aufgenommen werden.
  • Der Kaufpreis
  • relevante Fahrzeugeigenschaften wie Alter, Anzahl der Besitzer, Angaben zur Historie (z.B. Unfallschäden oder den Wartungen)
  • eventuelle rechte Dritter ( z.B. eine finanzierende Bank)
  • zusätzliche Vereinbarungen wie z.B. die Abmeldung durch den Käufer oder ein Ausschluss der Sachmängelhaftung

Wir haben eine kostenlose Vertragsvorlage für den Motorradankauf bzw. Verkauf vorbereitet und stellen diesen kostenlos zur Verfügung: