Es gibt viele Gründe, ein Motorrad abzumelden. Vielleicht wird es nur in den Sommermonaten genutzt, oder das Motorrad wird verkauft. Andere müssen aus Alters- oder Krankheitsgründen das Fahren aufgeben. Dabei ist es wichtig zu entscheiden, ob das Motorrad vorübergehend oder dauerhaft abgemeldet werden soll.
In diesem Artikel haben wir die wichtigsten Informationen über die Abmeldung deines Motorrads zusammengestellt:
Zusätzlicher Tipp: Du kannst auch eine andere Person mit der Abmeldung beauftragen. Sie benötigt dazu:
Die Digitalisierung hat auch den Prozess der Motorradabmeldung verändert. Seit dem 1. Januar 2015 hast du als Motorradbesitzer die Möglichkeit, dein Fahrzeug bequem von zu Hause aus online abzumelden, dank des internetbasierten Kfz-Zulassungssystems, kurz i-Kfz, des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA). Diese Methode spart nicht nur Zeit, sondern ermöglicht auch eine unkomplizierte Abmeldung ohne den Gang zur Behörde.
Voraussetzungen für die Online-Abmeldung
Die Online-Abmeldung ist nur für Fahrzeuge möglich, die nach dem 1. Januar 2015 zugelassen oder umgemeldet wurden. Auf den Kennzeichenschildern und in der Zulassungsbescheinigung Teil I findest du Sicherheitscodes, die dieses Verfahren erst ermöglichen. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
Eine wichtige Änderung erfolgte auch zum 1. September 2023. Seitdem wird auf eine vollständige Identifizierung des Halters verzichtet, die Eingabe der Sicherheitscodes genügt als Legitimierungsnachweis.
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Am Tag der Abmeldung darfst du das Motorrad mit entwertetem Kennzeichen noch im Straßenverkehr bewegen, etwa um es nach Hause, zum Käufer oder zum Schrottplatz zu bringen. Nach der Abmeldung werden Versicherung und Hauptzollamt informiert, wodurch das Versicherungsverhältnis und die Steuerpflicht enden. Beachte jedoch: Potenzielle Käufer können mit einem abgemeldeten Motorrad keine Probefahrt machen.
Zu den Gebühren gibt es keine bundeseinheitliche Regelung, sondern diese hängen vom jeweilig zuständigen Zulassungsbezirk ab. Mit den folgenden Angaben (Stand 01/2025) wird der Versuch gemacht, dir in Ansätzen einen kleinen Überblick zu vermitteln:
Unser Tipp: Kosten sparen mit dem i-Kfz-Portal
Nutze das i-Kfz-Portal für die Online-Abmeldung. Die Gebühr beträgt lediglich 2,70 €. Zusätzliche Kosten durch externe Dienstleister (ab 19,99 €) kannst du so vermeiden. Bezahle bequem per Giropay, Kreditkarte oder PayPal – schnell, sicher und günstig.
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Fazit
Die Abmeldung eines Motorrads ist einfacher, als viele denken. Ob vor Ort oder online – mit den richtigen Unterlagen ist der Prozess schnell erledigt. Nutze den digitalen Service, um Zeit und Geld zu sparen, und achte darauf, wichtige Dokumente sicher aufzubewahren.
Was ist wenn ein Käufer das Motorrad nicht ab- oder ummeldet? Wer haftet im Falle eines Unfalls?
Rechtlich haftet der Käufer ab dem Kaufdatum. Wichtig ist, das Datum und die Uhrzeit im Kaufvertrag festzuhalten. Mit einer Veräußerungsanzeige bei Versicherung und Zoll enden deine Zahlungsverpflichtungen. Meldet der Käufer das Motorrad nicht um, wird er von der Versicherung direkt kontaktiert. Bei Nichtreaktion erfolgt eine Zwangsabmeldung durch die Behörden.
Zwangsabmeldung: Was ist das und wie funktioniert es?
Eine korrekte Motorrad-Anmeldung ist natürlich auch dafür da, dass die rechtlichen Pflichten in Form einer abgeschlossenen KFZ-Haftpflichtversicherung und abgeführten KFZ-Steuer eingehalten werden. Solltest du oder der neue Fahrzeugbesitzer die KFZ-Steuer oder deine Versicherungsbeiträge nicht bezahlt haben, kann es zu einer Zwangsstilllegung (Zwangsabmeldung) kommen. Dasselbe gilt für den fehlenden TÜV. In dem Fall wird ein Mitarbeiter von einer Zulassungsstelle in den Außendienst gesandt, der an den Fahrzeugen die Kennzeichen entwertet. Die Fahrzeuge dürfen, dann nicht mehr im Straßenverkehr bewegt werden. Beim Fahren ohne Zulassung handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die ein Bußgeld in Höhe von 70 Euro sowie einen Punkt in Flensburg nach sich zieht. Falls dabei auch ungültige Kennzeichen verwendet werde, erhöht sich das Bußgeld auf 80 Euro.
Abmeldung bei verlorenen Zulassungsdokumenten
Wenn du die Zulassungsbescheinigung Teil I verloren hast, benötigst du folgende Unterlagen:
Bei Verlust der Zulassungsbescheinigung Teil II werden ebenfalls die folgenden Dokumente benötigt:
Wichtig: Ein Verlust kann nur der Behörde erklärt werden, in der der das KFZ einmal zugelassen wurde. Andere Behörden weigern sich in der Regel oder müssen vorher eine Erlaubnis einholen.
Was tun, wenn die Versicherung trotz Abmeldung weiterhin Beiträge einzieht?
Nach der Abmeldung eines Fahrzeugs informiert die Zulassungsstelle die Versicherung automatisch über die Stilllegung. Sollte es dennoch zu Problemen kommen, kannst du wie folgt vorgehen:
Tipp: Dokumentiere deine Kommunikation mit der Versicherung, um eventuelle Nachfragen oder Streitigkeiten leichter klären zu können.
Um dein Motorrad in der Zulassungsstelle abzumelden, sind folgende Unterlagen erforderlich: