Wir nutzen Cookies und u.a. Google Analytics auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell und technisch notwendig, während andere uns helfen, diese Internetseite zu verbessern und uns im Marketing zu unterstützen. Wir sind stets bemüht die Anzahl der Cookies auf ein Minimum zu reduzieren und bitte daher um ihre Unterstützung. Datenschutzerklärung
KTM in der Krise: Ursachen der finanziellen Probleme, Zukunft der Marke und was das für Motorradbesitzer bedeutet
Robert
|
17 Feb, 2026
|
8 min read
Die österreichische Motorradmarke KTM befindet sich seit 2024 in einer tiefgreifenden finanziellen Krise. Begriffe wie „KTM Insolvenz“, „Restrukturierung“ und „Eigentümerwechsel“ sorgen in der Branche für intensive Diskussionen. Diese Schlagzeilen haben viele Motorradbesitzer verunsichert. Was genau steckt hinter der KTM-Krise? Wie konnte es trotz Rekordverkäufen zu dieser wirtschaftlichen Schieflage kommen – und ist jetzt ein guter Zeitpunkt, eine KTM zu verkaufen?
Image
Estimoto - Motorräder smart verkaufen
Weiter

Dieser Artikel gibt einen umfassenden Überblick über die Hintergründe, die Ursachen der Krise, die geplante Zukunftsstrategie und die Auswirkungen auf den Motorradmarkt:
  • Entwicklung der Motorradverkäufe 2016–2025: Vom Rekordwachstum zum deutlichen Einbruch
  • Wie kam es zur finanziellen Krise bei KTM?
  • Der Restrukturierungsprozess: Wie KTM gerettet wurde
  • Bajaj Auto – Vom langjährigen Partner zum dominierenden Eigentümer
  • Auswirkungen auf Marke und Identität: Wie geht es mit KTM weiter?
  • Was bedeutet die KTM-Krise für den Verkauf eines Motorrads?
  • Fazit: Krise als Wendepunkt – nicht als Ende
  • FAQ – Häufige Fragen zur KTM-Krise

Entwicklung der Motorradverkäufe 2016–2025: Vom Rekordwachstum zum deutlichen Einbruch

KTM galt lange als eine der wachstumsstärksten Motorradmarken Europas. Besonders Modelle wie die KTM Duke, Adventure oder Supermoto erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit. Doch mehrere Faktoren führten in Kombination zu einer finanziellen Schieflage.

Ein Blick auf die Verkaufszahlen der Pierer Mobility AG zeigt eindrucksvoll, wie stark sich der Motorradabsatz in den vergangenen Jahren entwickelt – und zuletzt korrigiert – hat.

Motorradabsatz Pierer Mobility AG (2016-2025)
Motorradabsatz Pierer Mobility AG (2016-2025)

Phase 1: Stabiler Wachstumskurs (2016–2019)

Zwischen 2016 und 2019 verzeichnete Pierer Mobility AG ein solides und gesundes Wachstum. Die Verkaufszahlen stiegen kontinuierlich und erreichten im Jahre 2019 280.099 verkaufte Einheiten. Diese Phase war geprägt von:
Diese Phase war geprägt von:
  • erfolgreicher Modellpolitik
  • starker Marktposition im Offroad-Segment
  • wachsender Präsenz im Straßenbereich
  • zunehmender Internationalisierung
Das Wachstum war ambitioniert, aber noch weitgehend im Rahmen eines nachhaltigen Marktausbaus.

Phase 2: Pandemie-Boom und Überhitzung (2020–2023)

2020 kam es zunächst zu einem leichten Rückgang – bedingt durch pandemiebedingte Unsicherheiten. Doch bereits ab 2021 setzte ein außergewöhnlicher Boom ein:
Innerhalb von nur drei Jahren stieg der Absatz um mehr als 111.000 Einheiten. Das entspricht einem Wachstum von über 40 %.

Treiber dieser Entwicklung waren:
  • stark gestiegene Nachfrage nach Individualmobilität
  • Freizeit- und Outdoor-Boom
  • hohe Kaufbereitschaft in Europa, Asien und Nordamerika
  • aggressive Produktionsausweitung

Rückblickend zeigt sich jedoch: Dieses Wachstum war nicht vollständig nachhaltig. Die Produktionskapazitäten wurden auf ein Niveau hochgefahren, das nach dem Abflauen des Booms nicht mehr vom Markt getragen wurde.

Phase 3: Marktkorrektur und Restrukturierung (2024–2025)

Nach dem Rekordjahr 2023 folgte die deutliche Korrektur:
  • 2024: Rückgang um rund 23 %
  • 2025: erneuter Einbruch auf 209.704 Einheiten
Zwischen 2023 und 2025 verlor Pierer Mobility AG damit rund 171.851 verkaufte Motorräder – ein Rückgang von etwa 45 % innerhalb von zwei Jahren.
Doch reine Absatzrückgänge allein erklären die Situation nicht vollständig. Entscheidend war die Kombination aus hohem Fixkostenblock, expansiver Finanzierungsstruktur und einer Marktanpassung, die schneller und härter eintrat als erwartet.

Wie kam es zur finanziellen Krise bei KTM?

1. Überproduktion nach dem Pandemie-Boom

Während der Corona-Pandemie stieg die Nachfrage nach Motorrädern stark an. Viele Menschen investierten in Freizeitfahrzeuge, Individualmobilität nahm zu. KTM reagierte mit einer deutlichen Produktionsausweitung.
Das Problem: Als sich die Märkte wieder normalisierten, blieb die Nachfrage hinter den Erwartungen zurück. Die Folge waren:
  • Hohe Lagerbestände bei Händlern
  • Kapitalbindung durch unverkaufte Fahrzeuge
  • Preisdruck im Markt
  • sinkende Margen
Eine klassische Überhitzung nach einem Boom – mit erheblichen finanziellen Folgen.

2. Hohe Verschuldung und aggressive Wachstumsstrategie

KTM hatte in den letzten Jahren stark expandiert:
  • Ausbau internationaler Märkte
  • Investitionen in neue Modellreihen
  • Erweiterung von Produktionskapazitäten
  • Engagement im Motorsport

Diese Expansion wurde teilweise über Fremdkapital finanziert. Als Umsätze schwächer ausfielen als geplant, stieg die Verschuldung deutlich an. Gleichzeitig verteuerten steigende Zinsen die Finanzierung zusätzlich.

Das Ergebnis: Ein enormer Liquiditätsdruck auf das Unternehmen.

3. Marktveränderungen und wirtschaftliche Unsicherheit

Neben internen Faktoren spielten auch externe Entwicklungen eine Rolle:
  • Kaufzurückhaltung durch Inflation
  • Steigende Energie- und Produktionskosten
  • Schwäche im europäischen Motorradmarkt
  • Stärkere Konkurrenz im mittleren Preissegment

Gerade im Premium- und Sportsegment reagiert der Markt empfindlich auf wirtschaftliche Unsicherheiten.

Der Restrukturierungsprozess: Wie KTM gerettet wurde

Um eine vollständige Zahlungsunfähigkeit zu vermeiden, leitete KTM ein gerichtliches Restrukturierungsverfahren ein – mit dem Ziel, Schulden zu reduzieren und die operative Zukunft zu sichern.

Wichtige Maßnahmen im Überblick:

  • Einigung mit Gläubigern über erhebliche Forderungsverzichte
  • Kapitalzufuhr durch Investoren
  • Einstieg bzw. Ausbau der Beteiligung von Bajaj Auto
  • Neuordnung der Unternehmensstruktur
  • Fokussierung auf rentable Kernbereiche

Der indische Partner Bajaj Auto, der bereits seit Jahren beteiligt ist, spielte eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung. Durch frisches Kapital und strategische Unterstützung konnte die Zahlungsfähigkeit gesichert werden.

Bajaj Auto – Vom langjährigen Partner zum dominierenden Eigentümer

Die Entwicklung der Beteiligung

Die Zusammenarbeit zwischen KTM und Bajaj Auto reicht bis ins Jahr 2007 zurück. Damals stieg der indische Hersteller erstmals bei KTM ein, zunächst mit einer Minderheitsbeteiligung. Ziel war eine strategische Partnerschaft: Bajaj übernahm die Produktion kleiner Hubraumklassen in Indien, während KTM von Bajajs Kosteneffizienz und Marktzugang profitierte.

In den folgenden Jahren wurde die Beteiligung schrittweise ausgebaut. Über die niederländische Holdinggesellschaft Bajaj Auto International Holdings B.V. hielt Bajaj zuletzt rund 49 Prozent an der Pierer Bajaj AG, die wiederum maßgeblich an der Pierer Mobility AG beteiligt ist.

Im Zuge der finanziellen Restrukturierung 2024/2025 kam es jedoch zu einer entscheidenden Verschiebung: Bajaj übernahm die Anteile der Pierer Industrie AG an der gemeinsamen Holdingstruktur und sicherte sich damit eine klare Mehrheitsposition an der Pierer Mobility AG. Damit wurde Bajaj faktisch zum kontrollierenden Eigentümer.

Konkrete finanzielle Maßnahmen von Bajaj

Die Machtverschiebung war nicht nur struktureller Natur – sie war vor allem finanziell getrieben. Bajaj stellte im Rahmen der Restrukturierung erhebliche Mittel zur Verfügung. Zu den zentralen Maßnahmen gehörten:
  • Bereitstellung eines umfangreichen Finanzierungspakets im hohen dreistelligen Millionenbereich
  • Übernahme bestehender Finanzierungsverpflichtungen innerhalb der Holdingstruktur
  • Sicherstellung der Liquidität zur Erfüllung des Sanierungsplans
  • Stabilisierung der Lieferanten- und Bankenbeziehungen
Ohne diese Kapitalzufuhr hätte KTM die im Restrukturierungsverfahren vereinbarten Quoten gegenüber Gläubigern kaum erfüllen können. Bajaj agierte damit nicht nur als Investor, sondern als wirtschaftlicher Rettungsanker.

Strategische Neuordnung unter Bajaj

Mit der neuen Mehrheitsposition geht eine veränderte strategische Ausrichtung einher. Bajaj ist bekannt für:
  • strikte Kostenkontrolle
  • hohe Produktionseffizienz
  • skalierbare Plattformstrategien
  • konsequente Renditeorientierung

Im Gegensatz zur stark expansionsgetriebenen Strategie der vergangenen Jahre dürfte künftig stärker auf nachhaltige Profitabilität geachtet werden. Erwartbare strukturelle Veränderungen sind:
  • stärkere Integration indischer Produktionskapazitäten
  • Optimierung der globalen Lieferketten
  • Reduzierung von Komplexität im Modellportfolio
  • klare Priorisierung margenstarker Segmente

Produktionsstrategie: Europa vs. Indien

Ein sensibles Thema bleibt die geografische Verteilung der Produktion. Während Premium-Modelle weiterhin in Österreich gefertigt werden, entstehen kleinere Hubraumklassen bereits seit Jahren in Indien.

Unter Bajajs Führung könnte sich folgendes Szenario verstärken:

  • Verlagerung volumenstarker Modelle in kosteneffiziente Märkte
  • Konzentration europäischer Standorte auf Entwicklung und Premium-Produktion
  • stärkere Nutzung globaler Plattformarchitekturen
Eine vollständige Produktionsverlagerung ist nicht absehbar, jedoch ist eine schrittweise Internationalisierung wahrscheinlich.

Auswirkungen auf Marke und Identität: Wie geht es mit KTM weiter?

Die zentrale Frage für viele KTM-Fans lautet: Bleibt KTM „orange und österreichisch“ – oder wird die Marke zunehmend global-indisch geprägt? Realistisch betrachtet dürfte sich die Identität nicht abrupt verändern. KTM bleibt:
  • technologisch stark
  • motorsportlich ambitioniert
  • im Premium-Segment positioniert

Allerdings wird die Unternehmensführung künftig stärker von globaler Effizienz als von europäischer Expansionspolitik geprägt sein. Die laufende Sanierung ist umfassend. Am Stammsitz Mattighofen werden rund 500 weitere Stellen abgebaut. Ende 2025 beschäftigt die KTM AG noch 3.794 Mitarbeiter – ein deutlicher Rückgang gegenüber 5.310 im Vorjahr. Das sogenannte „Rightsizing“-Programm zielt darauf ab:
  • Fixkosten nachhaltig zu senken
  • Managementstrukturen zu verschlanken
  • das Produkt- und Projektportfolio zu fokussieren
  • internationale Standorte effizienter zu organisieren

Bereits zuvor wurden mehrere strategische Bereiche aufgegeben:
  • Verkauf von MV Agusta
  • Ausstieg aus dem Sportwagenprojekt X-Bow
  • Beendigung des europäischen Vertriebsabkommens mit CFMoto
  • vollständiger Rückzug aus dem Fahrradgeschäft
Diese Schritte zeigen deutlich: KTM konzentriert sich künftig stärker auf das Kerngeschäft Motorrad – und dort vor allem auf wirtschaftlich tragfähige Modellreihen. Mit Bajaj als starkem Partner im Hintergrund dürfte KTM künftig globaler und kostenbewusster agieren. Besonders der asiatische Markt könnte eine größere Rolle spielen.

Langfristig besteht daher eine realistische Chance auf eine stabile wirtschaftliche Erholung.

Was bedeutet die KTM-Krise für den Verkauf eines Motorrads?

Die Restrukturierung bei KTM sorgt verständlicherweise für Verunsicherung bei vielen Besitzern. Doch entscheidend ist: Eine Unternehmenskrise wirkt sich nicht automatisch negativ auf den Gebrauchtmarkt aus – sie verändert vor allem die Dynamik.

Ob jetzt ein guter Zeitpunkt für den Verkauf ist, hängt von Modell, Zustand, Laufleistung und Marktsituation ab.

Motorrad verkaufen: Wann ist der beste Zeitpunkt für den Verkauf?
Lesen

1. Kurzfristige Marktreaktionen: Mehr Angebot, höhere Sensibilität

In wirtschaftlich unsicheren Phasen reagieren Märkte psychologisch. Viele Eigentümer fragen sich, ob sie ihr Fahrzeug „vorsichtshalber“ verkaufen sollten. Das führt kurzfristig zu:
  • steigender Angebotsmenge auf Online-Plattformen
  • stärkerem Wettbewerb unter privaten Verkäufern
  • erhöhter Preisverhandlungsbereitschaft
  • differenzierteren Bewertungen durch Händler

Vor allem Modelle aus den Boomjahren 2021–2023 kommen aktuell verstärkt auf den Markt. Diese Fahrzeuge sind meist 2–4 Jahre alt und technisch attraktiv – gleichzeitig ist das Angebot hoch.

Das bedeutet jedoch nicht automatisch Wertverlust – sondern eine stärkere Spreizung zwischen durchschnittlichen und sehr gut gepflegten Fahrzeugen. Qualität setzt sich aktuell deutlich stärker durch als noch in den Boomjahren.

Wertverlust beim Motorrad
Lesen

2. Modellabhängige Preisentwicklung

Nicht jede KTM ist gleichermaßen betroffen. Der Gebrauchtmarkt reagiert sehr selektiv.
Besonders stabil bleiben:
  • KTM 390 Duke (Einsteigersegment, hohe Nachfrage)
  • KTM 790 / 890 Adventure (Reiseenduro-Segment stark gefragt)
  • KTM 1290 Super Duke (Emotionales Premium-Modell)
  • EXC- und Enduro-Modelle (konstant hohe Offroad-Nachfrage)
Diese Modelle profitieren von:
  • starker Community
  • gutem Ersatzteilnetz
  • sportlicher Markenbindung
  • internationaler Nachfrage

Hier zeigen sich meist nur moderate Preiskorrekturen.

Unter stärkerem Druck stehen:
  • weniger gefragte Zwischenmodelle
  • hohe Stückzahlen aus 2022/2023
  • Motorräder mit unklarer Servicehistorie
  • stark individualisierte Umbauten

Käufer prüfen aktuell genauer, vergleichen intensiver und verhandeln konsequenter.

3. Psychologischer Effekt: Verunsicherung vs. Markentreue

Die Berichterstattung über Stellenabbau, Produktionsverlagerungen und Eigentümerwechsel erzeugt Unsicherheit. Kurzfristig kann das zu Zurückhaltung führen. Langfristig ist jedoch entscheidend:
  • KTM bleibt operativ aktiv
  • Produktion läuft weiter
  • Ersatzteilversorgung besteht
  • Bajaj sichert Kapitalstruktur
Das bedeutet: Es gibt keinen strukturellen Grund für einen dramatischen Wertverfall.

Die Marke ist weiterhin stark emotional aufgeladen – besonders im sportlichen und Offroad-Bereich. Diese emotionale Komponente stabilisiert Gebrauchtpreise stärker, als es reine Wirtschaftsdaten vermuten lassen.

4. Weniger Neuproduktion kann mittelfristig stabilisieren

Ein oft übersehener Punkt: Der deutliche Absatzrückgang 2024–2025 (209.704 Einheiten) bedeutet, dass künftig weniger junge Fahrzeuge in den Markt nachrücken. Das kann mittelfristig zu:
  • geringerer Angebotsdichte
  • stabileren Restwerten
  • höherer Nachfrage nach gepflegten Bestandsfahrzeugen

Gerade bei stark nachgefragten Modellen kann sich dadurch mittelfristig ein stabileres Preisniveau entwickeln, da das zukünftige Angebot begrenzter ausfallen dürfte als in den Rekordjahren 2022 und 2023. Wenn Produktion und Nachfrage wieder im Gleichgewicht sind, kann sich der Gebrauchtmarkt sogar beruhigen.

5. Konkrete Auswirkungen für Verkäufer

Aktuelle Marktlage bedeutet:
  • Preise sind realistischer zu kalkulieren
  • Zustand entscheidet stärker als je zuvor
  • Vollständige Servicehistorie wird zum Verkaufsargument
  • Transparente Inserate erzielen bessere Abschlüsse

Wer verkaufen möchte, sollte:
  • nicht emotional, sondern marktgerecht kalkulieren
  • realistische Preisvorstellungen haben
  • schnelle Abwicklungsmöglichkeiten prüfen

Gerade spezialisierte Ankaufsplattformen wie estimoto profitieren in solchen Marktphasen, weil sie:

Fazit: Krise als Wendepunkt – nicht als Ende

Die finanzielle Krise von KTM ist das Ergebnis einer Kombination aus:
  • Überproduktion nach dem Pandemie-Boom
  • hoher Verschuldung
  • Marktveränderungen
  • wirtschaftlicher Unsicherheit
Text1

Dank Restrukturierung, Gläubigervereinbarungen und der finanziellen Unterstützung durch Bajaj konnte eine unkontrollierte Insolvenz vermieden und ein Neustart eingeleitet werden. Mit strategischer Neuausrichtung und internationaler Unterstützung stehen die Chancen gut, dass sich KTM stabilisiert.

Für Motorradbesitzer bedeutet das:

  • Kurzfristig kann es Preisschwankungen geben
  • Gefragte Modelle bleiben wertstabil

Wer seine KTM verkaufen möchte, sollte den aktuellen Markt nicht aus Unsicherheit meiden, sondern aktiv nutzen. Eine professionelle Bewertung schafft Transparenz – und ermöglicht es, den optimalen Verkaufszeitpunkt realistisch einzuschätzen.
Möchten Sie Ihre KTM bewerten lassen?
Wir garantieren eine professionelle Bewertung und volle Transparenz. Finden Sie heraus, was Ihre Maschine aktuell wirklich wert ist.
KTM jetzt bewerten

FAQ – Häufige Fragen zur KTM-Krise

Ist KTM insolvent?

KTM hat ein gerichtliches Restrukturierungsverfahren eingeleitet, um eine Zahlungsunfähigkeit abzuwenden und die Schuldenlast zu reduzieren. Eine vollständige Insolvenz mit Produktionsstopp ist nicht eingetreten und konnte vermieden werden. Der Geschäftsbetrieb läuft weiter, die Marke bleibt aktiv am Markt.

Gehört KTM jetzt vollständig Bajaj?

Der indische Hersteller Bajaj Auto ist inzwischen Mehrheitsgesellschafter der Bajaj Mobility AG (bis 2026: Pierer Mobility AG, zuvor bis 2019 KTM Industries AG). Damit hat Bajaj maßgeblichen Einfluss auf die strategische Ausrichtung. KTM bleibt jedoch als eigenständige Marke bestehen und produziert weiterhin in Österreich sowie international.

Ist die Ersatzteilversorgung für KTM gesichert?

Ja. Trotz Restrukturierung ist die Ersatzteilversorgung aktuell gesichert. Produktion, Händlernetz und Servicebetrieb laufen weiter. Für den Gebrauchtmarkt ist das ein wichtiger stabilisierender Faktor.

Verlieren KTM Motorräder jetzt stark an Wert?

Ein pauschaler Wertverlust ist nicht erkennbar. Allerdings reagiert der Markt sensibler als in den Boomjahren. Besonders gefragt bleiben:

  • KTM 390 Duke
  • KTM 790 / 890 Adventure
  • KTM 1290 Super Duke
  • EXC- und Enduro-Modelle

Entscheidend für den Verkaufspreis sind Zustand, Laufleistung und Servicehistorie.

Ist jetzt ein guter Zeitpunkt, eine KTM zu verkaufen?

Das hängt vom Modell und der individuellen Situation ab. Aktuell gilt:

  • Der Markt ist selektiver.
  • Käufer vergleichen intensiver.
  • Gepflegte Fahrzeuge mit vollständiger Historie erzielen weiterhin gute Preise.

Wer Planungssicherheit möchte, kann eine professionelle Bewertung in Anspruch nehmen und so den realistischen Marktwert ermitteln.

Wie entwickelt sich der KTM Gebrauchtmarkt 2026?

Da die Neuproduktion 2024 und 2025 deutlich zurückging, könnten künftig weniger junge Gebrauchtfahrzeuge verfügbar sein. Mittelfristig kann das zu einer Stabilisierung der Restwerte führen – insbesondere bei stark nachgefragten Modellen.

Sollte man wegen der KTM-Krise vom Kauf oder Verkauf Abstand nehmen?

Nein. KTM bleibt eine etablierte Marke mit internationaler Präsenz. Die aktuelle Situation ist eher eine Marktbereinigung nach außergewöhnlichen Boomjahren als ein struktureller Zusammenbruch.

Für Käufer bedeutet das: realistischere Preise.
Für Verkäufer bedeutet das: realistische Bewertung ist wichtiger denn je.

Teilen