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Ein Motorrad als Import oder Reimport kaufen

Der normale Weg zu einer neuen Maschine führt entweder über einen Händler oder eines der gängigen Gebrauchtportale. Und dann gibt es noch den Weg des Importes. Doch was ist ein Importmotorrad, ein Grauimport, ein Reimport und welche Vor- und Nachteile bergen diese Varianten? Wir von estimoto möchten den Begriffsdschungel für euch lichten.

Ein Import beschreibt allgemein das Einführen von Waren aus dem Ausland. Für den Begriff an sich ist es dabei unerheblich, ob das Motorrad von innerhalb der europäischen Union nach Deutschland kommt oder aus nicht EU-Ländern, es ist immer ein Import. Der Unterschied besteht darin, dass innerhalb der europäischen Union keine Zölle und in der Regel auch keine Einfuhrumsatzsteuer erhoben wird.

Ein Import innerhalb der europäischen Union ist relativ unkompliziert. Ist die Maschine in einem EU-Land zugelassen, so muss sie aufgrund der einheitlichen Gesetzeslage auch in allen anderen EU-Ländern zulassungsfähig sein. Es kann allerdings zu Problemen bei Umbauten und Anbauteilen kommen (nicht in jedem EU-Land sind die Prüfer so streng wie unser heimischer TüV), so dass bei einem Gebrauchtkauf aus dem Ausland Umbauten notwendig werden könnten.

ACHTUNG! Gebrauchtfahrzeuge, welche zum Zeitpunkt des Kaufs weniger als 6.000 km auf dem Tacho haben oder jünger als sechs Monate sind, gelten als Neuwagen! Somit kann bei der Zulassung des Wagens in Deutschland die MwSt fällig werden. Mit diesem einfachen Tool können Sie nach dem Beantworten einiger einfachen Fragen schnell prüfen, ob für das Fahrzeug MwSt abgeführt werden muss.

Von einem Grauimport wird gesprochen, wenn ein Motorrad bei einem Händler im Ausland gekauft und dann nach Deutschland eingeführt wird. Da das Motorrad eigentlich für den ausländischen Markt bestimmt ist, sind die Dokumentation (Handbuch, Scheckheft) sowie Hinweise auf der Maschine in der jeweiligen Landessprache verfasst. Eventuelle Sondergarantien für Deutschland gelten in der Regel für diese Fahrzeuge nicht.

Ein Reimport bezeichnet man Maschinen, die von Deutschland ins Ausland und nun wieder zurück nach Deutschland kommen. Oftmals ist hier die Historie der Fahrzeuge unklar, so dass man nicht letzter Gewissheit sagen kann, was man da genau kauft.

Ein Import aus nicht EU-Ländern bietet z.B. die Möglichkeit Sondermodelle zu erhalten, welche in Europa nicht erhältlich sind. Allerdings muss der Import sehr gut bedacht werden, denn hier lauern einige Fallstricke, welche das vermeintlich günstige Angebot für z.B. eine Harley aus den USA zu einer kostspieligen Angelegenheit werden lassen. Zunächst fallen bei einem Import aus nicht EU-Ländern grundsätzlich Zölle und die Einfuhrumsatzsteuer an (19%). Die für den US-Markt gebauten Motorräder müssen umfassend umgerüstet werden, um in der EU zugelassen werden zu können. Dies betrifft u.a. den Tacho (Umbau auf km/h statt mph), die Abgasanlage sowie das Licht. Meist ist in diesem Fall eine Vollabnahme notwendig, was mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Die Erfahrung hat auch gezeigt, dass die aus den USA exportierten Maschinen oft eine Unfallhistorie haben, was aber nicht immer angegeben wird.

Tipp! Anhand der Fahrgestellnummer kann man auf der Seite carfax.com prüfen, ob das in Frage kommende Fahrzeug einen Unfall und wie viele Halter es hatte.


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